Wie geht es weiter mit unserem Josefistift?

Das Josefistift gehört zum Herzen unser Stadt. Hier finden die Älteren und Hilfsbedürftigen unter uns ein Zuhause in der Nähe der Innenstadt.

Leider genügt es nun schon seit einigen Jahren nicht mehr den baulichen Mindestanforderungen für Pflegeheime. Darin ist unter anderem vorgesehen, dass die Zimmer eine Mindestgrenze haben müssen, die in vielen Fällen unterschritten wird. Zwar gibt es hier Übergangsfristen, jedoch besteht Handlungsbedarf, da eine Umsetzung mehrere Jahre dauern wird.

Zunächst könnte man an einen Umbau am bestehenden Standort im laufenden Betrieb denken. Dies wäre aber mit massivsten Lärm- und Dreckbelastungen über mehrere Jahre hinweg verbunden. Ich bin der Meinung, dass dieser Zustand den Bewohnern nicht zugemutet werden darf.

Man könnte über eine Auslagerung des Heims für die Zeit des Umbaus nachdenken. Unabhängig von den zusätzlichen Kosten steht hier kein passendes Ausweichquartier zur Verfügung.

Es bleibt also die Pflicht nach einem neuen Standort zu suchen. In der Stadtratssitzung zu diesem Thema habe ich mich dafür ausgesprochen, keinerlei Vorfestlegung zu treffen. Ich möchte alle möglichen Standorte untersuchen und diskutieren und erst danach eine Entscheidung treffen!

Letztlich ist bisher noch kein “perfekter Standort” oder eine ganz befriedigende Lösung gefunden. Aktuell wird eine Standordanalyse erstellt. Sollte ein neuer Standort gefunden werden, soll auf dem bisherigen Gelände eine Nachnutzung gefunden werden, die der Allgemeinheit dient. Da sind sich die Stadträte aller Fraktionen einig. Denkbar ist ein Altersheim (für welches es anders als für Pflegeheime nicht so strikte Vorgaben gibt), aber auch Mehrgenerationenwohnen o.a. Ich habe mich aber dafür ausgesprochen, eine Standortentscheidung zu treffen und erst danach eine Nachfolgenutzung zu entwickeln. Man darf nicht einen Standort aufgeben, ohne einen neuen zu haben. Vorrang hat eine möglichst gute Lösung für das Josefistift.

josefistift-bad-toelz-ingo-mehner (1).jpg