Bericht über das Stadtgespräch von der Osterleite zum Girlitzer Weiher vom 18. Mai 2019

Am 18. Mai sind wir, Ingo Mehner und einige Vertreter der Tölzer CSU, gemeinsam mit Anwohnern und Interessierten von der Osterleite zum Girlitzer Weiher spaziert. Dabei haben wir über eine Vielzahl an Themen diskutiert. In diesem Blog-Eintrag wollen wir festhalten, über was wir bei dem Stadtgespräch gesprochen haben. Mit nachfolgenden Blogeinträgen wollen wir den Stand der Umsetzung dokumentieren.

Benedikt Fuhrmann

1. Städtische Wohnanlage an der Osterleite

Hier hat die Stadt 18 Einheiten zu einem Mietpreis zwischen 5,70 EUR und 8,70 EUR geschaffen. Der Neubau wird grundsätzlich positiv gesehen. Die Architektur wird unterschiedlich bewertet. Verschlechtert zu früher hat sich die Sicht bei Einfahrt in die Osterleite. Es wird gebeten, beim Bewuchs auf den Straßenverkehr zu achten (Stichworte: Sichtdreieck, 3 Meter Abstand des Bewuchses von der Straße).

2. Gehweg auf der westlichen Seite der Krankenhausstraße statt Trampelpfad

Es wird darüber diskutiert, ob ein Gehweg auf der westlichen Seite der Krankenhaus/ Sonnleitenstraße sinnvoll ist. Einem eventuellen Mehrnutzen stehen Flächenversiegelung und unverhältnismäßig Kosten entgegen.

3. Straßenverkehr

Beim Straßenverkehr gibt es zwei wesentliche Probleme:
Bei Schulbeginn und Schulende staut sich der Verkehr teilweise enorm. Der neue Parkplatz sollte hier für Verbesserung sorgen. Problematisch ist aber, dass vielen Eltern nicht klar ist, dass man nach vorne deutlich leichter den Parkplatz verlassen kann, als rückwärts raus zu rangieren. Hier wären ein „Ausfahrt“-Schild sowie Pfeile auf dem Boden hilfreich. Außerdem sollte das Halteverbot überwacht werden. Auch wenn die aktuelle Beschilderung rechtlich ausreichend sein dürfte, sollten 1-2 weitere Halteverbotsschilder angedacht werden.
Wenn sich der Verkehr nicht staut, wird in der Straße von einigen wenigen unverhältnismäßig schnell gefahren. Neben der Unvernunft einiger Verkehrsteilnehmer könnte ein weiteres Problem sein, dass das Zone-30-Schild am Zonenbeginn leicht übersehen wird. Hier wäre sinnvoll, die Zone zusätzlich auf der Straße zu markieren. Parallel wäre es sinnvoll, für einige Zeit die mobile Geschwindigkeitsanzeige aufzustellen. Die damit verbundene Verkehrszählung sollte veröffentlicht werden. Diese Maßnahmen sollten ausgewertet werden, um dann über weitere Maßnahmen nachzudenken.

4. Parkraum Sudetenstr./ Schlesierstr.

Hier sollten der Parkraum überprüft werden (Rettungswege, Markierungen). Bei den Treppen zur Krankenhausstraße wären Aufstiegshilfen zum Schieben der Fahrräder sinnvoll. Anwohner würden ebenso eine Beleuchtung begrüßen.

5. Spielplätze

Es wird gefragt, ob der Spielplatz der Wohnanlage an der Osterleite sowie der Spielplatz an der Südschule öffentlich zugänglich sind. Außerdem geben die Spielplätze am Pfarrer-Noderer-Weg und am Girlitzer-Weiher ein trauriges Bild ab. Aktuell wird ein Spielplatzkonzept für die ganze Stadt erstellt. Der Spielplatz Girlitzer-Weiher soll neu hergestellt werden. Zwei Spielplätze auf so engem Raum sind bestimmt nicht zwingend. Besser wäre es, wenn ein Spielplatz besser ausgestattet werden würde.

6. Sport- und Spielgeräte für Erwachsene

Teilnehmer haben aus anderen deutschen Städten sowie aus dem Ausland von Bewegungsparcours, Calisthenics Parcs etc. berichtet. Dies sind sozusagen moderne, aber deutlich attraktivere, Trimm-Dich-Pfade. Nachdem Kinder oft von Eltern oder Großeltern zu Spielplätzen begleitet werden, könnten diese die Zeit sinnvoll mit etwas Bewegung verbringen. Die Idee wird sehr positiv aufgenommen und könnte ein weiterer Baustein für die Sportstadt Bad Tölz sein.

7. Sportplatz am Girlitzer Weiher

Von den Anwohnern kommt wenig bis keine Kritik zu regulären Sportplatznutzung. Problematisch sind aber zweckwidrige Nutzungen, Trinkgelage, Musik bis in die Nacht, große Gruppen mit über 50 Personen, die den Platz tageweise belegen und höchstens punktuell Sport treiben. Von einem Anwohner wurden Spitzenwerte bis 95 dB gemessen. Auch bei regulärer Nutzung gibt es das Problem, dass es keine WC-Anlage gibt. Deshalb werden die Büsche und Wiesen als WC genutzt. Es sollte darüber nachgedacht werden, WC-Anlagen nicht nur in der Innenstadt zu schaffen, sondern bei Bedarf auch an Infrastruktureinrichtungen außerhalb (wie an dem Sportplatz). Insbesondere bei groben Ruhestörungen kann die Polizei am besten Abhilfe schaffen. Die CSU wird hierzu auf die Polizei zugehen und diese für das Thema sensibilisieren.

8. Girlitzer Weiher

Dieser hat sich in den letzten Jahren optisch verschlechtert. Er versandet bzw. verdreckt augenscheinlich.

9. Walderlebnispfad

Zu Zeiten von Bürgermeister Dr. Fadinger wurde hinter dem Girlitzer Weiher ein Walderlebnispfad eingerichtet. Diesen gibt es nicht mehr. Die Tölzer CSU will prüfen, ob sich ein solcher wieder einrichten lässt.

10. Geschwindigkeitsmessungen auf der Umgehungsstraße

Es wird angefragt, welche Erfahrungen es mit Geschwindigkeitsmessungen auf der Umgehungsstraße gibt. Diese Frage konnte nicht spontan beantwortet werden, sondern wird im Nachgang geklärt.