Volles Haus beim Werkstattgespräch bei Taxi Much am Samstag 7.2.

Was für eine Atmosphäre! Alte Taxameter überall, 60er Jahre Werbung für Motoröl und haufenweise Taxi-Schilder. Ein Ambiente wie bei Taxi Much, übrigens das älteste Taxiunternehmen der Welt, gibt es sicher nicht nochmal.

Zwar dürften die meisten Besucher wohl eher wegen der spannenden Gäste gekommen sein, aber diese Umgebung war besonders für alle. Es kamen rund 200 Interessierte, um sich von den Investoren der drei großen Tölzer Immobilienprojekte auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Mehr Platz hätte die Werkstatt auch nicht mehr geboten. Zum Glück konnten noch schnell ein paar zusätzliche Bierbänke aufgestellt werden.

Es begrüßte der Ortsvorsitzende Severin Eichenseher gemeinsam mit dem Hausherrn Michael Much, der die Besonderheiten seiner Werkstatt, die längst nicht mehr nur für Taxis da ist, hervorhob.

Der Erste Bürgermeister war der erste, der einen Überblick über die Entwicklungen - und die Herausforderungen bei den drei wichtigen Projekten “Moralt”, “CampusTölz” und “Ellbachquartier”, also dem Gelände der alten Post gab.

Neben den vielen Abstimmungen mit den Eigentümern gilt es oft eine Vielzahl von weiteren Akteuren, wie etwa das Wasserwirtschaftamt Hochwasserschaft im Moraltquartier, das Straßenbauamt oder Umweltbehörden. Daneben müssen die Anwohner einbezogen und infomiert werden. All dies braucht viel Zeit. Trotzdem befinden sich alle drei Projekte auf einem sehr guten Weg.

Der Erste Bürgermeister konnte bekannt geben, dass gerade jetzt sämtliche Abstimmungsprozesse für das Moraltgelände abgeschlossen sind, und der Bebauungsplan in die Auslegung gehen kann.

Zunächst stellte Thomas Scherer die Fortschritte und Planungen zum Moraltgelände vor und nannte beeindruckende Zahlen zu dem neu entstehenden Quartier unmittelbar an der Isar. Neben Wohnraum für perspektivisch etwa 1.000 Personen soll insbesondere Platz für unterschiedliche Arten von Gewerbe entstehen, vom Handwerksbetrieb bis hin zu Dienstleistungsunternehmen soll ein möglichst breiter Mix von Unternehmen hier einen Platz finden. Es wird Platz für Veranstaltungen, Gastronomie und auch ein Hotel entstehen.

Dann kam Dr. Hannspeter Schubert auf die provisorische Bühne auf einem Kfz-Hebebühne. Er ist der Investor des bereits weit fortgeschrittenen Projekts Campus Tölz. Dort hat bereits eine Zweigstelle der Hochschule München den Betrieb aufgenommen. Er hob jedoch hervor, dass der Campus Tölz keinesfalls nur ein Forschungsstandort sein soll. Vielmehr ist das Areal als Austauschplattform zwischen Forschung und Wirtschaft geplant und gedacht.

Zum Abschluss der Runde berichtete die Investoren des Ellbachquartiers, Rainer Scherbaum und Kristian-Nicol Worbs von dem Entwicklungsstand an dieser Stelle. Derzeit laufen dort die abschließenden Verhandlungen mit einem großen Nahversorger für die Innenstadt und einer Postfiliale. Auch wird Platz geschaffen für Arztpraxen und neuer Wohnraum. Da die Gebäude unmittelbar auf die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer zugeschnitten werden sollen, wird über die Mietverträge vor Baubeginn verhandelt.

Auch ein Parkdeck soll unterhalb des Geländes entstehen. Die Investoren gehen davon aus, dass zum einen ein neuer Impuls für Innenstadt entstehen soll, daneben aber auch durch die Planungen der Stadt die Aufenthaltsqualität rund um den Ellbach, der an dieser Stelle freigelegt werden soll, erheblich steigen wird.

Der Bürgermeister bat zum Abschluss noch den Stimmkreisabgeordneten im Bayerischen Landtag auf die “Bühne” und erfragte dessen Planungen für den Fall, dass seine Kandidatur für das Amt des Landrats Erfolg haben wird. Thomas Holz legte Wert auf die Förderung einer breiten Vielfalt an Unternehmen, hob aber hervor, dass das Niveau der Wirtschaft im gesamten Kreis bereits sehr hoch sei.

Alle drei Investoren erhielten vom Ortsvorsitzenden als Dankeschön eine “Zeitkapsel”, die hoffentlich einen Platz in den jeweiligen Projekten erhalten wird und eine Erinnerung an die Planungs- und Bauphase darstellen soll.

Nachdem noch die Möglichkeit zu Fragestellungen von vielen Besucher genutzt wurde, klang der Abend gemütlich aus bei Getränken und Leberkässemmeln für die Besucher und die ein oder andere Runde am Kickertisch.

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Interview Thomas Benedikt